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Cuxhaven, 01.07.2019

Neues Mittelplate-Tanklager und Hammermühle eingeweiht

Ende Juni ist das das neue Mittelplate-Tanklager am Lübbertkai in Cuxhaven offiziell eröffnet worden. Rund 80 Gäste aus Politik und Wirtschaft waren bei der Festveranstaltung in den historischen Hapag-Auswandererhallen und den anschließenden Besichtigungen des Tanklagers und der hochmodernen Cutting-Aufbereitungsanlage in der Humphry-Davy-Straße dabei. Betreiber der neuen Anlagen ist das Cuxhavener Unternehmen Peter Plambeck Umweltservice.

Mit der Hammermühle wird dem Gemisch aus Gestein und Bohrspülung das wertvolle Öl entzogen

Die Bohr- und Förderinsel Mittelplate fördert seit 32 Jahren störungsfrei Öl im Nationalpark Wattenmeer. Teil des erfolgreichen Gesamtkonzeptes ist die fachgerechte Entsorgung des Bohrkleins. Dieses Material ist eine Mischung aus erbohrtem Gestein und Bohrspülung und fällt bei jeder Bohrung an. Im Zuge der Feldesentwicklung Beta Süd werden die Bohrungen länger und die Mengen des Bohrkleins werden steigen.

Das Bohrklein musste für die ordnungsgemäße Entsorgung bislang über eine weite Strecke transportiert werden. Nun wird das Material vor Ort in Cuxhaven mit einer Hammermühle thermisch so aufbereitet, dass das teure Öl der Bohrspülung in einem hohen Reinheitsgrad zurückgewonnen werden kann.
Angemischt mit weiteren Bestandteilen, kann es dann auf der Mittelplate erneut zum Einsatz kommen. Mit diesem Kreislaufprozess werden die Umwelt entlastet und Geld gespart.

Mit dem zurückgewonnenen Bohröl wird im Tanklager neue Bohrspülung angemischt

Der Oberbürgermeister von Cuxhaven, Dr. Ulrich Getsch, und der parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann unterstrichen in ihren Grußworten die wichtige Rolle der Mittelplate-Ölförderung für den Hafen sowie die gute Zusammenarbeit der Wintershall Dea mit den örtlichen Dienstleistern in Cuxhaven.

Täglich fallen rund  50 Tonnen (in Spitzenzeiten bis zu 200 t) Bohrklein an, die mit den flach gehenden Bohrinselversorgern zweimal täglich zur Landbasis am Helgoländer Kai transportiert werden. Die Aufbereitung erfolgt anschließend in einem technisch aufwendigen Verfahren. Die Hammermühle ist Teil der neu aufgebauten Recyclinganlage an der Humphry-Davy-Straße und hat eine Kapazität von 15.000 Tonnen pro Jahr. Heraus kommen das gereinigte Spülungsöl und das getrocknete Gesteinsmaterial, das z.B. im Straßenbau Verwendung findet.

Das zurückgewonnene Bohröl wird im neuen Tanklager am Lübbertkai zur Herstellung von neuer Bohrspülung verwendet. Das Tanklager versorgt mit seinen 16 Tanks (je 100 Kubikmeter Volumen) die laufenden Bohrtätigkeiten mit Bohrspülung und verwertet das von der Mittelplate anfallende Oberflächen- und Schmutzwasser.

Im Rahmen seiner sehr anschaulichen Präsentation zur Funktion der Anlagen bedankte sich Wintershall Dea-Projektleiter Dirk Kowalczyk für die langjährige Zuverlässigkeit und die Innovationsfreude der Firma Plambeck. „Aus technischer Sicht setzt die Anlage Maßstäbe: Hier werden die weltweit besten Technologien zur Aufbereitung von Bohrklein eingesetzt“, betonte Kowalczyk.

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